Alireza Ghandchi:
Pathos
15.06. – 28.07.2007
Vernissage: 15.06.2007 | ab 19 Uhr
Die fotographischen und videokünstlerischen Arbeiten von Alireza Ghandchi sind ästhetische Auseinandersetzungen mit Körperteilen, besonders Händen. Gleichzeitig suchen sie
eine expressive Sprache, um grundlegende menschliche Phänomene wie Brutalität, Agression, Heiligkeit und Einsamkeit zu suggerieren.
Die ausgestellte Serie „Pathos“ konzentriert sich auf Tendenzen der Brutalität am eigenen Körper, die sich in Urreligionen aber auch bei Christen und Schiiten in der „Ver – Heiligung“ des Leidens finden lassen. Gleichzeitig wird ein ungewöhnlich passiver Bezug zwischen Körper und Gewaltmitteln bzw. Waffen dargestellt.
Die Tatsache, daß die Körperteile in Originalgröße abgebildet sind, und auf der dem Körper entsprechenden Höhe hängen, verstärkt den performanceartigen Aspekt der Arbeit.
Die parallel ausgestellten Videos haben einen gemeinsamen Rhythmus sowie die gleiche Bearbeitungstechnik. Sie spielen mit dem Wahrnehmungsprozess des Betrachtens, in dem eine abstrahierende selektive Auswahl von frames im Laufe der Zeit zu einem kollektiven Ganzen werden und umgekehrt. Jede Selektion ist ein vollständiges Image, das dem gesamten Wahrnehmungsprozess hilft, gleichzeitig aber verwirrend ist.
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