Pathos
14.07. – 10.08.2007
Parallel zur Documenta 12 | Treppenstaße 10, D–34117 Kassel
Alireza Ghandchi | Farkhondeh Shahroudi (Iran)
Helga Griffiths | Oliver Kunkel (Deutschland)
Noam Braslavsky | Uri Katzenstein (Israel)
Das Wort „Pathos“ stammt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet dort: Gemütsbewegung, Gefühl, Leidenschaft, Leiden.
Bei Friedrich Schiller wird das Pathetisch-Erhabene zur privilegierten ästhetischen Figuration. In ihm offenbare sich menschliche Freiheit, die die Kunst erfahrbar mache, wenn sie den Widerstand gegen das Leiden ausgestalte.
Pathos meint also den Effekt, der aus der Überwindung des Leidens resultiert, nicht mehr dieses selbst.
Gegenwärtig steht Pathos unter Verdacht und ist zum wertenden Schlagwort geworden. Der Differenziertheit der Pathos-Begriffe entsprechend, kann sich dieser Verdacht gegen äußerst unterschiedliche Phänomene richten.
Die Ausstellung „Pathos“, ist eine Gegenüberstellung ausgewählter Arbeiten von Künstler und Künstlerinnen aus dem Iran, Deutschland und Israel, die alle mit den Medien Fotografie und Video arbeiten. Sie will zeigen, wie „Pathos“ in den Werken dieser aus verschiedenen Kulturen stammenden Künstler und Künstlerinnen hervortritt.
Im letzten Jahrhundert findet man keinen häufiger benutzten gemeinsamen Begriff in historischer, politischer und sozialer Hinsicht zwischen den drei oben genannten Ländern, als den des Pathos, (des Leidens).
Die Ausstellung ist ein Beispiel, Kunst dreier politisch verschiedener Pole der Welt unter einem gemeinsamen Kontext in einem Raum zu präsentieren.
Die Ausstellung PATHOS wird von der Galerie Dieter Reitz gemeinsam mit der Galerie der Künste GDK aus Berlin präsentiert.


